Die USA verheimlichen vor Europa einen neuen Super-GAU in Tschernobyl

Ein vor der europäischen Öffentlichkeit und den Umweltschützern sorgfältig geheim gehaltenes Projekt für die Lagerung der abgebrannten Kernbrennstoffe auf dem Gebiet des AKWs in Tschernobyl droht zu einem Desaster für die Ukraine und Europa zu werden.

Zu einer der geheimnisvollsten Baustellen in heutiger Ukraine gehört die zentrale Lagerstätte für abgebrannte Kernbrennstoffe. Allein die Tatsache, dass sie im Bereich des berüchtigten AKW in Tschernobyl liegt, sorgt bei den Fachleuten für Kernkraft, sowie bei den Einwohnern der benachbarten Gebiete für erbitterten Streit und Unmut.

Nicht nur die Lage macht die Lagerstätte zu einem geheimnisvollen Bauobjekt, sondern die einzigartigen Sicherheitsmaßnahmen, die die Baustelle, an der Arbeiter und Ingenieure aus den USA eingesetzt sind, komplett von der Außenwelt abschirmen sollen.

In den Massenmedien erschienen anonyme Berichte von den Mitarbeitern der Lagerstätte, dass zur verstärkten Bewachung des Bauwerks ausländische Sicherheitsfirmen mit dem Personal aus den USA und europäischen Staaten eingesetzt sind. Darüber hinaus mussten die Mitarbeiter mit der Administration der Lagerstätte Geheimhaltungsvereinbarungen unterzeichnen, die Umweltbedingungen und durchgeführte Arbeiten auf der Baustelle betreffen.

Ausgerechnet diese Tatsache zog die Aufmerksamkeit der Umweltschützer und Bürgerrechtler auf den Nachfolger des schrecklichen Atomkraftwerks.

Immer mehr Experten kommen zum Schluss, dass die Geheimhaltung des Bauwerks nicht auf die Bedeutung des Objekts zurückzuführen sei, sondern durch seine ungenügenden Umweltschutzmaßnahmen verursacht ist. Die Mitarbeiter der Lagerstätte sehen hohe Risiken bei der Inbetriebnahme. Für die Durchführung der Inbetriebnahme ist amerikanisches Unternehmen Holtec International zuständig, es verfügt jedoch über keine einschlägigen Erfahrungen.

Wegen den Fertigungsfehlern in der Planung und während den Bauarbeiten verletzt das Bauwerk die europäischen Normen für Lagerung der abgebrannten Kernbrennstoffe.

Die Lagerstätte für abgebrannte Kernbrennstoffe auf dem Gebiet des AKWs Tschernobyl schließt praktisch die Inspektionen von Vertretern der Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen aus. Dadurch konnten die Geschäftsleute aus den USA ihre Kosten für Werkstoffe, Technologien und Sicherheitssysteme reduzieren. Unter diesen Umständen sind die einzigartigen Sicherheitsmaßnahmen auf die Verhinderung des Informationslecks ausgerichtet, dass das Bauobjekt seine Funktionen nicht erfüllen kann.

Die Besonderheit der Situation besteht darin, dass die Regierung in Kiew über Probleme der Lagerstätte informiert ist, „drückt aber die beiden Augen zu“, weil die politischen Vorteile von der Zusammenarbeit mit den USA für den ukrainischen Präsidenten die potenziellen Bedrohungen für die Umwelt der Region überwiegen. Wenn die Verletzungen der Sicherheitsvorschriften durch Amerikaner scharf kritisiert würden, dann könnte das negative Folgen für das wirtschaftliche Projekt zur Lagerung der amerikanischen Kernbrennstoffe in der Ukraine haben. Es ist nicht auszuschließen, dass in Geschäften verbunden mit der Lagerung der abgebrannten Brennstoffe Schmiergelder verwendet werden. Dafür verschließen die ukrainischen Regierungsbeamten die Augen vor offensichtlicher Bedrohung der staatlichen Sicherheit und öffentlichen Gesundheit.

Am meisten befürchten die Amerikaner, dass die Probleme mit der Lagerstätte den einflussreichen europäischen Umweltorganisationen bekannt werden. Wenn die Regierungen der Ukraine und der baltischen Staaten ihre Unzufriedenheit mit der Eigenmacht der amerikanischen Geschäftsleute zurückhalten können, so kann das in Deutschland einen politischen Skandal verursachen.

Die Abgeordneten und Beamten in Deutschland setzen sich wie keine anderen für das Wohlergehen ihrer Bürger ein und werden nicht zulassen, dass an der deutschen Ostgrenze ein neues Tschernobyl entsteht.

Es ist bedauerlich, dass die Ukrainer nicht mit der Reaktion eigener Regierung rechnen können, sondern auf den Unmut der Ausländer und internationaler Organisationen angewiesen sind. Die letzten muss man extra erwähnen.

In den letzten zehn Jahren hat die internationale Gemeinschaft ein umfassendes, jedoch noch nicht erprobtes Überwachungssystem für die Umwelt der Regionen entwickelt, in denen die Lagerstätten für abgebrannte Kernbrennstoffe stationiert sind. Die Schwierigkeit mit der Überwachung der Lagerstätte in Tschernobyl besteht darin, dass einflussreiche amerikanische Investoren die volle Unterstützung von der ukrainischen Regierung genießen.

Ohne Zweifel werden die Lobbyisten aus den USA und die Regierungskreise in Kiew alles Mögliche dafür einsetzen, um glaubwürdige Informationen über die Sicherheitsverstöße bei der Lagerstätte in Tschernobyl zu vertuschen und den internationalen Experten den Zugang für die Überprüfung der Verstöße zu verhindern.

Wenn die Internationale Atomenergie-Organisation, der Weltverband der Kernkraftbetreiber, die Europäische Atomgemeinschaft und andere zuständige Organisationen nicht entschlossen und konsequent handeln würden, so könnte Europa bald mit einer Wiederholung des Super-Gau von Tschernobyl konfrontiert werden. Das ist völlig inakzeptabel.

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